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Zentrales Termin- und Ressourcenmanagement
THEPLA-Care (in Entwicklung) E-Mail

 

Das Modul THEPLA-Care bildet die Pflegeplanung und Plegedokumentation im Kontext des THEPLA-Behandlungsmanagement ab. Pflegeleistungen werden als wichtiger Bestandteil der Behandlung des Patienten in den ganzheitlichen Behandlungsprozess des Patienten aufgenommen und können dadurch bei der Behandlungsplanung und Behandlungssteuerung mit THEPLA berücksichtigt werden. THEPLA-Care orientiert sich konzeptionell am 6-stufigen Pflegeprozess nach Fiechter und Meier.

 

 

Der 6-stufige Pflegeprozess von THEPLA-Care

  1. Informationen sammeln
    • Dokumentation von Anamnesegesprächen oder Pflegevisite
    • Dokumentation des IST-Zustand der pflegebedürftigen Person
    • datenbankgestützte Formulare
    • Pflegetheorien: Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL), Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens (AEDL)) - es können auch andere Pflegetheorien implementiert werden
    • Automatische Ableitung der Pflegediagnose nach NANDA zur Klassifikation von Pflegeproblemen
  2. Probleme und Ressourcen finden oder beschreiben
    • Dokumentation von Pflegeproblemen gemäß Informationssammlung und NANDA-Pflegediagnose (Defizite und Beeinträchtigungen in der Selbstständigkeit der zu betreuenden Person)
    • Ableitung von DRG-relevanten ICD-Diagnosecodes und Übertragung an das KIS
    • Dokumentation von Ressourcen (Fähigkeiten/Fertigkeiten, die die zu betreuende Person selbst aufbringen/organisieren um ihre Pflegeprobleme zu bearbeiten
  3. Ziele festlegen
    • Erfassung von Pflegezielen
  4. Maßnahmen planen
    • Dokumentation aller pflegerischen Maßnahmen, die zur Erreichung der Pflegeziele geplant werden
    • Angabe von Zeitpunkt und Personalaufwand
    • Anwendung von Pflegestandards
  5. Maßnahmen durchführen = Pflegen
    • Dokumentation der Pflege-Durchführung
    • Erfassung von Abweichungen mit Begründung
    • Dokumentation der zeit- und fachgerechten Durchführung der Pflegemaßnahmen
    • Erstellung des Pflegeberichtes
  6. Überprüfen und verbessern
    • Evaluation des Pflegeplanes
    • Dokumentation des Ausmaßes des erreichten Erfolges
    • Überprüfung und Überarbeitung des Pflegeplans 
    • Abschlußbericht der Pflege

 

Integrierte Pflegeplanung

Die über den Pflegeprozess festgelegten und geplanten Maßnahmen können nach THEPLA-Scheduling übertragen werden. Eine Prüfung von Ressourcenverfügbarkeiten (z.B. Anzahl der Pflegekräfte gemäß Personalschlüssel und Schicht, Krankenstand und Urlaubszeiten, erforderliche Geräte wie z.B. Inhalator, Räume z.B. Naßraum etc.) kann dabei, falls gewünscht, erfolgen. In THEPLA-Scheduling werden die Pflegemaßnahmen im Gesamtplan des Patienten dargestellt. Eine Koordination von Pflegemaßnahmen mit klinikweit zum Patienten geplanten Behandlungsleistungen ist dadurch möglich. So ist es z.B. sinnvoll einen Verbandswechsel nicht in die Zeit zu legen, in der für den Patienten eine Untersuchung in einer Funktionsstelle vorgesehen ist. Eine sinnvolle, auch zeitliche Staffelung von Pflegeleistungen in Abhängigkeit der Verfügbarkeit erforderlicher Ressourcen entsteht. Die Pflege findet in der Regel um die Termine des Patienten aussserhalb der Station statt. Insofern ist die Integration der Pflegeleistungen in den ganzheitlichen Behandlungsplan des Patienten von Vorteil. Pflegeleistungen können um diagnostische und interventionelle Leistungen herum disponiert werden, sodaß ein medizinisch und pflegerisch sinnvoller interdisziplinärer und interprofessioneller Behandlungsplan für den Patienten entsteht.

 

Pflegestandards, Pflegekonzepte, Pflegepfade

Zur Vereinfachung und Standardisierung der Pflegeplanung können Pflegekonzepte/Pflegepfade verwendet werden (THEPLA-Concepts). Diese Bestehen aus einem Komplex von pflegerischen Leistungen passend zu einem Behandlungsfall oder Krankheitsbild. Pflegekonzepte enthalten Pflegeleistungen, deren Anzahl und zeitlicher Verlauf einmalig in einem Behandlungsmuster definiert wurden. Pflegekonzepte können dann auf alle passenden Patienten angewendet werden. Dies erspart das aufwendige Anordnen von einzelnen Pflegemaßnahmen.

 

Pflegedokumentation

  • Pflegeanamnese
  • Vitalparameter-Erfassung mit Fieberkurve
  • Flüssigkeitsbilanzierung (inkl. Katheter und Drainagen)
  • Wunddokumentation
  • Dokumentation von Infektionen
  • TISS/SAPS-Scoring (Intensivpflege)
  • Norton-Skala
  • Bradenskala
  • Ärztliche Verordnungen und Behandlung
  • Überwachungsblätter (Tabellen, Listen, Reports)
  • Berichte
  • Leistungsnachweise
  • Fußpflege
  • Wertsachenverwaltung

  

Leistungserfassung der Pflege

Die nach THEPLA-Scheduling übertragenen Pflegemaßnahmen können in THEPLA-PRecord erfaßt und an ein Klinikinformationssystem übergeleitet werden. Dabei werden an die Leistungen gekoppelte OPS-Codes im KIS ableitbar, welche im DRG-Arbeitsplatz relevant werden. 

 

Ihr Nutzen von THEPLA-Care:

  • Steigerung der Erlössituation durch verbesserte Kodierung DRG-relevanter Diagnosen und Prozeduren aus dem Bereich der Pflege (Erweiterung der ärztlichen Kodierung durch Pflegekodierung)
  • Gezielter Einsatz knapper Ressourcen (Personal und Material)
  • Reduzierung der "Schreibarbeit" durch computer-unterstützte Pflegedokumentation
  • Revisionssichere medizinische, ökonomische und forensische Pflegedokumentation
  • Patienten-Orientierung durch Prioritätensetzung und Zielformulierung
  • Zeitersparnis durch Anpassung von Pflegeaktivitäten an den Genesungsprozess
  • Überprüfbarkeit von Maßnahmen und dadurch Argumentationsmöglichkeiten bei Ressourceneinschränkungen
  • Sichtbare Effizienz von Maßnahmen durch konstante und konsequente Durchführung von Pflegemaßnahmen
  • Erfolge werden sichtbar und führen zu höherer (Berufs)Zufriedenheit
  • Ausstrahlung von (Pflege)Kompetenz durch bewusste und begründete Entscheidungen
  • Anwendung des strukturierten Pflegeprozesses ohne aufwendige Ausbidlung von Pflegepersonal (Hilfsdialoge, Programmführung)
  • Begründung von Pflegeproblemen (z. B. Bedürfnis aufgrund einer ATL)
  • Aufstellung bzw. Zuordnung der Ziele erfolgt begründet
  • Klare Festlegung von Pflegemaßnahmen nach Zeit, Umfang und Personalbedarf
  • Überprüfung der Erreichung von Pflegezielen (Qualitätssicherung, Qualitätsnachweis)

 

 
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